Das passiert an der Grenze bei der USA Einreise

Auf was man vorbereitet sein sollte, wenn man in die Vereinigten Staaten reist.

Hat man selbst noch nicht die Erfahrung gemacht, in die USA einzureisen, so wurde man sicherlich schon einmal von der ein oder anderen Horrorgeschichte verschreckt. "Der Einreisebeamte hat die Familie direkt vor mir abgewiesen." oder "ich wurde bis auf die Haut durchsucht".

Nun, tatsächlich kann es vorkommen, dass man an der US Grenze vom Immigration Officer abgewiesen wird. Um ehrlich zu sein, gibt es sogar zu erfüllende Quoten für die Beamten. Das heisst, diese sind verpflichtet bestimmte Personen nicht einreisen zu lassen und diese umgehend zurück ins Heimatland zu schicken. Allerdings braucht man als ehrliche Haut keinerlei Angst haben. Solange man nichts zu verbergen hat, 100% bei der Wahrheit bleibt und nicht den Eindruck vermittelt, illegal einwandern zu wollen, ist der Vorgang beim Grenzbeamten meist eine sehr problemlose Angelegenheit.

Auf welche Fragen muss ich vorbereitet sein

Im Wesentlichen möchte der Beamte nur wissen, ob Sie über ein gültiges Visum verfügen. Als normaler Tourist aus Deutschland verfügen Sie durch das Visa Waiver Programm automatisch über eine 90-tägige Aufenthaltsgenehmigung. Dies ist der berühmte grüne Zettel bzw. das ESTA Programm, welches Sie hoffentlich wahrheitsgemäß ausgefüllt haben.

Als Tourist möchte der Beamte natürlich sehen, dass Sie auch nur maximal 90 Tage bleiben. Daher wird meist gefragt und überprüft, wann denn der Rückflug in die Heimat sei.

Die häufigsten Fragen bei der US Einreise sind:

  • Was ist der Zweck des Aufenthalts?
    Hier sollte man wahrheitsgemäß mit "vacation" (Urlaub) oder "pleasure" (Vergnügen) antworten. Ist man geschäftlich unterwegs, sollte man den Beamten natürlich vom "business trip" informieren.
  • Wie lang ist die Aufenthaltsdauer?
    Die Antwort sollte natürlich mit den Angaben auf dem Rückflugticket bzw. dem Visumsantrag übereinstimmen.
  • Was machen Sie beruflich?
    Einfach und ehrlich antworten, auch wenn man arbeitslos ("unemployed") ist. Solange man eben nicht vor hat, sich einen Job in den USA zu suchen, ist das alles kein Problem.
  • Wie oft waren Sie schon in den USA?
    Das sollte man sicherlich auch beantworten können
  • Haben Sie Verwandte in den USA? Möchten Sie diese besuchen?
    Der Hintergedanke des Grenzbeamten ist hier natürlich, die mögliche Einwanderung zu enttarnen! Wer Verwandte in den USA hat, könnte natürlich versuchen, illegal einfach bei diesen zu leben. Auch hier sollte man ehrlich antworten, wenn man Verwandte hat. Dann besucht ("visit") man diese eben, daran ist sicherlich nichts Verwerfliches.

Meist stellt der Officer nur wenige Fragen, während er die Papiere bearbeitet. Es hängt immer davon ab, an welche Person man gerät. Erfahrungsgemäß gibt es viele nette Beamte, die auch gerne zu Scherzen aufgelegt sind, aber leider auch schlechtgelaunte, bei denen man sich einen eigenen Scherz eher sparen sollte. Viele Beamte sind tatsächlich oft begeistert über deutsche Gäste und versuchen mit ihren Deutschkenntnissen zu glänzen ("Der nächste, bitte!").

Muss ich Fingerabdrücke abgeben?

Direkt am Schalter des Beamten werden Fingerabdrücke der gesamten Hand elektronisch erfasst. Außerdem wird ein Foto geschossen. Ist man fertig und damit "durch die immigration", sollte man kontrollieren, ob der Beamte das US Visum (einen Teil des grünen Zettels) in den Reisepaß gelegt hat (manche heften diesen sogar fest). Dieser Zettel ist extrem wichtig und sollte immer im Reisepaß verbleiben. Bei der Ausreise aus der USA wird dieser Zettel wieder abgegeben und die Behörden können somit nachvollziehen, dass Sie tatsächlich wieder ausgereist sind.